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ICPROX-CPU

ICPROX-CPU
ICPROX-CPU Seitenansicht

Die ICPROX-CPU ist das Steuergerät am Fahrzeug einer ICPROX-Anlage. Sie wertet die Abstandsmessungen der angeschlossenen UWB-Antennen aus, entscheidet anhand der eingestellten Zonen über die Reaktion und schaltet vier potentialfreie Relaiskontakte — von der Warnleuchte bis zum Stillsetzen des Fahrzeugs.

Sie versorgt außerdem Anzeige und Zubehör und stellt die WLAN-Weboberfläche bereit, über die das System eingerichtet wird.

Artikelnummer 902.220 — Shop — Handbuch

Merkmale​

  • Bis zu drei UWB-Antennen — nur Abstand oder Abstand mit Richtung (360°)
  • Vier potentialfreie Relaisausgänge für eine abgestufte Reaktion: warnen, verlangsamen, anhalten
  • Zwei digitale 24-V-Eingänge für externe Signale wie Türkontakt oder Taster
  • Einrichtung über die eigene WLAN-Weboberfläche — kein Router, keine Softwareinstallation
  • Anzeige, RFID-Zugangskontrolle und Rückfahrsensoren an einem gemeinsamen Kabel
  • Firmware-Aktualisierung über Funk oder USB; Ereignisaufzeichnung auf SD-Karte

Erste Schritte​

  1. Das Steuergerät an geschützter Stelle am Fahrzeug montieren.
  2. Ein bis drei ICPROX-ANT an die Antennenleitung anschließen.
  3. Anzeige, Zugangskontrolle und Rückfahrsensoren an die Geräteleitung anschließen.
  4. Die Relais R1–R3 auf die gewünschten Fahrzeugreaktionen legen; R4 bei Bedarf in den Sicherheitskreis einschleifen. Netzlasten nur über ein Koppelrelais.
  5. Die Spannung einschalten, dann die Weboberfläche öffnen und Reduzierzonen, Relaisverhalten und Antennenlagen einstellen.

Verkabelung, alle Einstellungen, die Statusanzeigen und die Fehlersuche stehen vollständig im Handbuch.

Was die Software kann​

Alles, was ICPROX am Fahrzeug tut, wird im Steuergerät eingestellt — über die Weboberfläche oder über das Setup-Tool am USB-Kabel. Ein ICPROX-KEY in Reichweite gibt die Änderungen frei; ohne ihn lässt sich alles ansehen, aber nichts ändern.

Zonen — wo eine Stufe greift​

Die Reduzierstufen hängen nicht an einem Abstand allein, sondern an Bereichen rund um das Fahrzeug. Eingerichtet werden sie als Rechtecke, in der Draufsicht auf das Fahrzeug:

  • Drei Zonen für Personen — je eine für Grün, Gelb und Rot
  • Drei Zonen für Fahrzeuge und AGV — ebenfalls je Stufe eine
  • Eine Ausblendzone, in der nichts ausgelöst wird

Personen und Fahrzeuge bekommen also eigene Zonen. Ein Stapler darf einem anderen Stapler näher kommen als einem Menschen — genau das lässt sich hier abbilden.

Die Ausblendzone ist für alles gedacht, was zum Fahrzeug selbst gehört: ein Anbaugerät, ein mitfahrender Behälter mit Tag, die Kabine. Ohne sie würde das Fahrzeug auf sich selbst reagieren.

Im Betrieb mit einer Antenne kennt das System keine Richtung. Dann gelten statt der Rechtecke sieben Kreiszonen — dieselbe Staffelung, nur rundum gleich.

Aktionen — was eine Stufe auslöst​

Für jede Kombination aus Quelle und Stufe wird festgelegt, welche der vier Relais anziehen und welcher Signalton erklingt. Die fünf Quellen und die drei Stufen stehen unter ICPROX-P.

Zwei Schalter wirken übergreifend: Sound stumm legt alle Töne still, Relais invertiert dreht die Schaltrichtung um — für Anlagen, die im Ruhezustand geschlossen erwarten.

Anker einmessen​

Wo die Antennen am Fahrzeug sitzen, muss das Steuergerät wissen. Eingetragen werden die Kennungen der drei Antennen (sechsstellig, sie stehen auf dem Aufkleber) und ihre Lage in Millimetern: A0 als Bezugspunkt, A1 und A2 relativ dazu. In der Anzeige tragen sie dieselben Farben wie in der Oberfläche — A0 blau, A1 grün, A2 gelb.

Zugang und Ein-/Ausgänge​

Mit einem ICPROX-SEC gibt eine RFID-Karte das Fahrzeug frei. Dazu lässt sich einstellen, ob der Taster, der zweite Eingang oder die Anzeige als Schalter wirken, und Tags lassen sich zu Gruppen zusammenfassen — etwa um Besucher anders zu behandeln als Mitarbeiter.

Rückraum und Zonen im Gebäude​

Die ICPROX-CAM lässt sich zuschalten und an den Rückwärtsgang koppeln, sodass sie nur beim Rückwärtsfahren wirkt. Bei einem Gebäude mit ICPROX-N zeigt das Steuergerät außerdem, in welcher Zone sich das Fahrzeug gerade befindet, und lässt diese Zone zurücksetzen.

Anbindung nach außen​

Über MQTT meldet das Steuergerät seinen Zustand an ein übergeordnetes System. Eingetragen werden WLAN-Zugang, Broker, Port und Kennung.

Anzeige​

Was auf der Anzeige erscheint, lässt sich einstellen: ob Tags und Zonen gezeichnet werden, wie weit die Ansicht reicht, wie breit der Sektor gezeichnet wird.

Laufender Betrieb​

Der Live-Status zeigt fortlaufend, was das Gerät gerade sieht — erkannte Tags, angeschlossene Geräte, Softwarestände. Die Konfiguration lässt sich als Ganzes sichern und wieder einspielen, was bei einer Flotte gleicher Fahrzeuge die Einrichtung auf einen Vorgang verkürzt. Firmware-Updates kommen über USB oder — mit der OTABRIDGE — über Funk.

Technische Daten​

EigenschaftWert
Artikelnummer902.220
Versorgungsspannung24 V DC (Bordnetz)
Relaisausgänge4 × potentialfrei (R1–R3 Reduzierung, R4 Sicherheit/Sonderfunktion)
Schaltlast der Relaisnur Kleinspannung (SELV/PELV)
Digitale Eingänge2 × 24 V
UWB-Antennenbis zu 3 für die 360°-Erkennung, wahlweise 1 für die Anbindung an die Infrastruktur
DatenleitungenRS485, verdrilltes Paar, geschirmt
Statusanzeige8 × mehrfarbige LED
EinrichtungWLAN-Weboberfläche, freigegeben durch den ICPROX-KEY
Firmware-Aktualisierungüber Funk oder USB
AufzeichnungSD-Karte (wahlweise)
GehäuseIndustrieausführung, IP65

Downloads​

Siehe auch​