ICPROX-N
ICPROX-N ist die ortsfeste Hälfte des Kollisionsschutzes ICPROX: die Infrastruktur im Gebäude. Module an Kreuzungen, Toren und Gefahrenstellen erkennen Fahrzeuge in einem einstellbaren Radius per Ultrabreitband-Funk und reagieren sofort — mit Rundumleuchte, Hupe oder Schranke vor Ort und mit einer Reduzieranforderung an das Fahrzeug selbst.
Zwischen Gebäude und Fahrzeug liegt nie ein Kabel. Jedes Modul hat seine eigene 24-V-Versorgung und wird allein über Schiebeschalter eingerichtet — kein PC, keine Software, kein zentrales System.
Kerngerät 902.199B — Shop — Systembeschreibung
Merkmale
- Gefahrenstellen (Spots) wirken örtlich: Ein Fahrzeug, das in den Radius fährt, wird verlangsamt und ist wieder frei, sobald es ihn verlässt
- Tore wirken dauerhaft: Die Durchfahrt übergibt dem Fahrzeug eine Zone, die es bis zum nächsten Tor behält
- Erfassungsradius am Gerät einstellbar, 1,5 m bis 19 m
- Gerätegruppen trennen Verkehrsarten voneinander
- Einrichtung über Schiebeschalter — kein PC, keine Software
- Nachrüstbar ohne Eingriff am Fahrzeug — die Module arbeiten für sich
Komponenten
| Komponente | Artikelnummer | Aufgabe innerhalb von ICPROX-N | Handbuch |
|---|---|---|---|
| ICPROX-4R2I | 902.199B | Das Kerngerät: vier Relais, zwei Eingänge, Anzeigeleiste. Arbeitet als Gefahrenstelle (SPOT), Zonenübergang (GATE), Fahrzeugeinheit (TAG) oder im Kabelbetrieb (EXTRA) | Handbuch · Schalterhilfe |
| ICPROX-ANT | 902.218 | An der Geräteleitung eines Steuergeräts verbindet sie ein ICPROX-P-Fahrzeug mit den Gefahrenstellen und Toren | Handbuch |
| ICPROX-SEC | 902.206 | Zugangskontrolle per RFID-Karte — am Fahrzeug oder ortsfest an einer Tür | Handbuch |
SPOT und GATE — die zwei Arten, eine Stelle zu sichern
Dasselbe Gerät arbeitet in zwei Betriebsarten. Welche zu wählen ist, richtet sich nach der Geometrie der Gefahrenstelle.
SPOT bildet einen Kreis um den Einbauort. Ein Fahrzeug wird reduziert, solange es sich innerhalb des Radius befindet, und fährt nach dem Verlassen unverändert weiter. Die Betriebsart eignet sich für Gefahrenstellen mit einem Mittelpunkt: Kreuzungen, Engstellen, Arbeitsplätze. Der Radius wird am Gerät eingestellt, von 1,5 bis 19 Metern.
GATE bildet keinen Kreis, sondern eine Schwelle zwischen zwei Zonen. Je ein Gerät steht auf einer Seite; das Fahrzeug speichert, welche Schwelle es zuletzt in welcher Richtung überfahren hat. Die Beschränkung der Innenzone bleibt damit unabhängig von der Entfernung zum Gerät wirksam. Die Betriebsart eignet sich für Bereichsgrenzen: Hallentore, Werkstätten, Außengelände.
Der Unterschied liegt in der Wirkdauer: SPOT wirkt, solange sich das Fahrzeug im Radius befindet; GATE wirkt vom Überfahren der Schwelle bis zum Überfahren in Gegenrichtung.
Eingestellt wird beides über Schiebeschalter am Gerät — kein PC, keine Software.
Wie ein Fahrzeug teilnimmt
| Fahrzeugausrüstung | Anbindung an ICPROX-N |
|---|---|
| ICPROX-4R2I als Fahrzeugeinheit (Betriebsart TAG) | Empfängt die Anforderungen der Gefahrenstellen unmittelbar per Funk und führt sie über die eigenen Relais aus — keine weiteren Geräte am Fahrzeug |
| ICPROX-P-System (Steuergerät, Anzeige, Antennen) | Eine zusätzliche ICPROX-ANT an der Geräteleitung verbindet das Steuergerät mit der Infrastruktur; die Anzeige zeigt Gefahrenstellen und die aktuelle Zone |
Zu beachten: Ein ICPROX-P-System lässt sich später durch eine weitere Antenne an die Infrastruktur anbinden, während ein 4R2I als Fahrzeugeinheit beim Umstieg auf das vollständige System nicht weiterverwendet werden kann. Die Infrastruktur selbst bleibt von der Wahl unberührt und arbeitet mit beiden Wegen.
Erste Schritte
- Gefahren benennen: zuerst Kreuzungen, Tore, Regalgassen und Ausfahrten.
- An jeder Gefahrenstelle ein Modul montieren, mit 24 V versorgen und die örtliche Leuchte, Hupe oder Schranke über ein Koppelrelais anschließen.
- Betriebsart und Erfassungsradius an den Schiebeschaltern einstellen; nach jeder Änderung kurz die Spannung wegnehmen.
- Ein Tor braucht immer zwei Module — eines je Seite, jedes mit der Zonennummer seiner Seite, beide in derselben Gerätegruppe.
- Die Fahrzeuge ausrüsten, die reagieren sollen, dann jede Gefahrenstelle mit einem Tag ablaufen und die Schaltpunkte prüfen.
Betriebsarten, jede Schalterstellung und die Fehlersuche stehen vollständig in der Systembeschreibung und im Handbuch des ICPROX-4R2I.
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Ortungsverfahren | Ultrabreitband (UWB), 6,5 GHz |
| Erfassungsradius | 1,5 m – 19 m, am Gerät eingestellt |
| Betriebsarten | SPOT, GATE, TAG, EXTRA |
| Relais / Eingänge | 4 potentialfreie Relais, 2 digitale Eingänge (24 V) |
| Zonen | 4 Torstufen (0–3) |
| Gerätegruppen | 4 (0–3) |
| Abmessungen (L × B × H) | 130 × 76 × 35 mm |
| Gewicht | 80 g |
| Material | PA12 |
| Farbe | Schwarz |
| Spannungsversorgung | 8–24 V DC |
Achtung: Die Relaiskontakte dürfen nur Kleinspannungslasten schalten. Netzbetriebene Leuchten, Hupen, Schranken oder Torantriebe müssen über ein Koppelrelais oder Schütz angesteuert werden.
Downloads
- Systembeschreibung (HTML, deutsch/englisch)
- Schalterhilfe
- Gesamthandbuch (PDF, deutsch)
- Complete ICPROX manual (PDF, English)
